Wie absurd es ist, wenn all das Viele, was gerade noch war, nicht mehr ist. Und nicht mehr sein sollen wird. Das Erwachen aus einem rauschartigen Traum, das vorweggenommene Ende einer vorausgeahnten Tragödie. Lebt wohl, lange Nächte und fröhliche Tage.

August Stramm

Ich spüre noch kein Sein nur ein Werden überall. Sein natürlich in dem Sinn des Kritikers üblicher Art. „Stillgestanden“ „fertig“! für mich ist nur das Werden=Sein, das Sein aber ist Tod! […] Wir haben keine Worte für unsre Begriffe. Wir werdenen! Oder besser wir Werder. Der Ister ist ein Lügner nur der Werder weht, wahr in wahrem.

Brief vom 21. März 1915 an Nell und Herwarth Walden

Das Schwierigste

Und wund bin ich, aufgerieben von der knirschenden Sehnsucht in mir. Nach furchtbaren Dingen, die es nicht mehr zu wünschen gilt. Man sollte aufhören mit dem Wollen. Das wäre das Einfachste. Und ist das Schwierigste. Die gute Nachricht: Der Weg dorthin wird dich ohnehin verschlingen. Ein Untergehen auf Raten. Ob jetzt oder später.