Monat: August 2014

Throwing away a perfectly good white boy


Lasst uns über Filme sprechen. Genauer: All die großartigen 1980er-Teenie-Filme. Wenn es um dieses Thema geht, dürfen meiner Ansicht nach bestimmte Namen nicht ungenannt bleiben. Das wären neben John Hughes (ohne den es ein Gros dieser Klassiker nicht gäbe) und Molly Ringwald (das schönste Mädchen der 1980er) definitiv John Cusack. Eigentlich ist es eine Schande, dass ich nicht ihm sondern Christian Slater ein Adventskalendertürchen gewidmet habe. Jedenfalls standen neulich zwei Cusack-Jugendfilme auf dem Programm: Better off dead und The Sure Thing (beide 1985, also beide genauso alt wie moi).

In beiden Filmen spielt Cusack eigentlich die gleiche Art Jungen: Charmant, unbeliebt, unverstanden. Während er in Better off dead von seiner Freundin für den Ski-Star (classic) verlassen wird („How can you throw away six months?“) und daraufhin auf verschiedene, aber stets missglückende Weise versucht, sich das Leben zu nehmen, spielt er in The Sure Thing einen Freshman am College, der erfolglos bei der durchorganisierten und zielstrebigen Alison zu landen versucht. Zu ihrem Missfallen müssen beide sich eine Mitfahrgelegenheit nach Los Angeles teilen. Während Better off dead geschickt gut gemachten Klamauk und Teenie-Romanze mischt, könnte The Sure Thing ein Prolog zu Harry und Sally sein: Zwei grundverschiedene Menschen, die mit jeder Menge wortgewandter Dialoge nicht zugeben wollen, dass sie aufeinander stehen.

Es ist erstaunlich, wie diese zwei frühen Filme bereits das Talent John Cusacks antizipieren. Wenn man böse sein wollte, könnte man ihn auch auf seine ewige Rolle des hoffnungslos romantischen, aber ein wenig erfolglosen Typen festnageln. Aber selbst hoffnungslos romantische Mädchen wie ich sind nicht böse. Sie können sich in diesen Filmen, die eine wunderbar entspannte Welt ohne Internet und den ganzen Kram zeigen, suhlen und auf ihren own personal John Cusack warten.